Hegering Sulzbach

 

Hegeringleiter:

Stellvertreter:

Uwe Birkendorff
Haydnstr. 15
71560 Sulzbach-Schleißweiler
Tel.: 07193-8668
07191-9301051
Axel Kalmbach
Im Stählfeld 24
71549  Auenwald
Tel.: 07191-54056

 


Hegeringstammtisch

Stammtischtermine sind am 1. Donnerstag im Monat ab 20:00 Uhr.
Örtlichkeit nach Ansage
Ausnahmen: Wenn der 1. Donnerstag ein Feiertag ist, dann findet der Stammtisch am 2. Donnerstag des Monats statt.

Bitte um Beachtung: Wir werden über die Sommermonate in wechselnden Gaststätten den Hegeringstammtisch abhalten. Vorrangig in solchen Betrieben, welche mit dem Gütesiegel „Wild aus der Region “ ausgezeichnet wurden.

16.03.2018: Hegeringhauptversammlung im Gasthof „Zur Eisenbahn“

weiteres auf der Homepage des Hegerings:
www.hegering-sulzbach-murr.de


Terminvorschau


Fuchsjagdwoche

in der Vollmondphase vom 29. Januar bis 4. Februar 2018. Gemeinsames Streckelegen am Sonntag, 4. Februar 2018 vormittags mit Jägerfrühstück im Schützenhaus Lautern.


Fachvortrag

am Donnerstag, 1. Februar 2018 um 19:00 Uhr im Saal vom Gasthof „Zur Eisenbahn“ in Sulzbach/Murr.
Thema: Afrikanische Schweinepest (ASP)


Hegeringhauptversammlung

im Saal des Gasthofs „Zur Eisenbahn“ in Sulzbach/Murr am Freitag, 16. März 2018 um 19:00 Uhr.


Revierübergreifende Drückjagden gemeinsam mit Forst BW

Dienstag, 16. Januar 2018: Winterlauter


Berichte


Hegeringausfahrt bzw. jagdliche Exkursion Langenburg – Weikersheim
am Sonntag, 9. Oktober 2016

Programm:
6:00 Uhr Abfahrt beim Parkplatz der Festhalle Sulzbach/Murr
7:30 Uhr Begrüßung unserer Gruppe auf Schloss Langenburg
8:00 Uhr Frühstück im Schlosskaffee Langenburg mit herrlichem Blick über das Jagsttal.
8:45 Uhr bis 10:30 Uhr Exkursion im Eigenjagdrevier des Fürstenhauses mit Revierleiter Herrn Schick
Themen: Historischer Hintergrund des Fürstenhauses Hohenlohe Langenburg mit seinem weitläufigen Waldbesitz, Stellenwert der Jagd früher und heute, waldbauliche Zielsetzungen und deren Umsetzung, Holzvermarktung, Bejagungsstrategien, Jagdeinrichtungen, Wildpretvermarktung u.a…
11:30 Uhr Besuch des Schwarzwild-Gewöhnungsgatter des LJV-BW in Louisgarde
Das Gatter hat eine Gesamtfläche von ca. 10 ha, unterteilt in drei Arbeitsgatter, einen Welpengewöhnungskorridor und ein Ruhegatter. Wir gehen mit dem Gattermeister ins Gatter. Er erklärt uns unter anderem die einzelnen Einarbeitungsschritte und die unterschiedlichen Herangehensweisen der einzelnen Jagdhunderassen.
13:30 Uhr Mittagstisch im Gasthof Taubertal in Markelsheim
15:00 Uhr Besichtigung von Schloss Weikersheim mit dem barocken Schlossgarten, einzigartig durch seinen Reichtum an originaler Ausstattung des 18. Jahrhunderts. (Führung durch den Rittersaal mit seinen zahlreichen Jagdszenen und lebensecht bemalten Stuckplastiken von jagdbarem Wild ).
16:30 Uhr Abschluss (geplant in einem Weingut im Jagsttal mit kleiner Weinprobe)
18:00 Uhr Rückfahrt nach Sulzbach/Murr
Reisebus der Fa.Böltz Murrhardt. Anmeldung erforderlich bis 30.09.16 beim Hegeringleiter od. Stellvertreter. Mindestbeteiligung 25 Personen, Unkosten für Bus und Führungen ca. 40.- € pro Teilnehmer, Teilnahme auch mit Partner


Jagdliche Exkursion in den Odenwald

An der jagdlichen Exkursion in den Odenwald am 27. Sept. 2015 beteiligten sich 30 Personen.
Erste Station war die Jagd-und Naturschule Odenwald-Spessart bei Erbach-Habermannskreuz. Der Leiter der privaten Jagdschule Egbert Kessler stellte uns die Räumlichkeiten sowie das Ausbildungskonzept vor. Beeindruckend war die umfangreiche Präparatesammlung welche für Schulungszwecke zur Verfügung steht. Herr Kessler vermittelte uns auch einen ersten Einblick in die jagdlichen Strukturen und stellte das Rotwildgebiet Odenwald vor, welches sich über die drei Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern erstreckt. Anschließend ging es nach kurzer Fahrt zum Schloss der Grafen zu Erbach-Fürstenau im Stadtteil Steinbach, wo uns Erbgraf Louis von Erbach-Fürstenau im Schlosshof begrüßte.
Er erklärte uns den historischen Hintergrund der Grafschaft mit seinem weitläufigen Waldbesitz. Es sind 4200 ha Wald, von dem die Familie seit 1270 nachhaltig lebt, und zeigte uns das sehenswerte Schlossensemble mit Park, welches sowohl in der Gebäudeunterhaltung, als auch in der sinnvollen Nutzung der vielen Gebäude und Räumlichkeiten ein schwieriges und kostenträchtiges Erbe für den jungen Grafen bedeutet.
Nach einem guten Mittagstisch im Gasthof Reußenkreuz begleitete uns Graf Louis und sein Revierförster ins 1200 ha große Eigenjagdrevier Reußenkreuz-Hohberg. Auf einer zweieinhalb-stündigen Rundgang wurde uns an entsprechenden Exkursionspunkten sowohl die jagdliche, als auch die waldbauliche Zielsetzung erläutert. Hauptsächlich die Minimierung der doch beträchtlichen Schäden durch Rotwild, aber auch durch Rehwild, soll durch geeignete Maßnahmen erreicht werden: Bereitstellung von Äsung bzw. Äsungsflächen in günstiger räumlicher Verteilung, Schaffung von Ruhezonen (2008 wurde eine 250 ha große Wildruhezone eingerichtet), Erfüllung des Abschussplans ohne Erzeugung zu hohen Jagddrucks (Intervalljagd beim Rehwild, 90 % des Abschusses auf 2 Drückjagden beim Rotwild), gewissenhaft vorbereitete Drückjagden mit hoher Effektivität als zentraler Teil der Abschusserfüllung. Aber nicht zuletzt darf auch die Erfüllung jagdlicher Passion nicht in den Hintergrund treten.
Letzte Station unserer Exkursion in den Odenwald war die Besichtigung mit fachkundiger Führung der berühmten Hirschgalerie und der einmaligen Jagdwaffensammlung im Schoss Erbach. Ein von interessanten und lehrreichen Erfahrungen geprägter Tag fand seinen Abschluss im Erbacher Brauhausgasthof.

Gruppenbild Exkursion Odenwald 2015


Vortrag „Das Jagen ist halt mein Leben.“ von Konrad Esterl am 10. September 2015 im Saal vom Gasthof „Zur Eisenbahn“ in Sulzbach/Murr

Konrad Esterl zum Vortragenden zu haben ist eine Garantie für einen vergnüglichen, aber auch zum Nachdenken anregenden Abend. Esterl wird wohl als schillernste Figur der bayrischen Jägerschaft gepriesen, war Bayerns jüngster Wildmeister, betreute 40 Jahre lang große Reviere im Spitzingseegebiet und im Eberberger Forst. Er ist leidenschaftlicher Volkssänger, erfolgreicher Autor von 7 Jagdbüchern und als Tierstimmenimitator weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt- vor allem sein Hirschruf ist legendär. Der Hegering Sulzbach-Murr hatte den Veteranen eingeladen, und die zahlreichen Jäger und Gäste wurden nicht enttäuscht: Esterl berichtete im besten oberbayerischen Dialekt über seine beeindruckendsten Jagderlebnisse und über die anspruchsvolle und harte Arbeit eines Berufsjägers im Gebirge.
In seiner unnachahmlichen Erzählweise, ließ er uns teilhaben an spannenden Jagden auf Hirsch, Gams, Rehe und Hahnen- Später dann im Eberberger Forst bei München auch auf starke Keiler. Eindrucksvoll imitierte er, unter anderem, den röhrenden Hirsch, das Kappen und Schleifen des Auerhahns, das Klappern der Keiler mit dem Gebrech.
In all seinen Ausführungen spürte man seine große Bewunderung für die unberührte Natur am Berg, deren Bewahrung ihm am Herzen liegt. Ganz besonders zum Ausdruck kommt auch sein unmissverständlicher und kompromissloser Einsatz für eine „Waidgerechte Jagd“ das heißt für Ihn „aus Achtung vor dem Geschöpf anständig und sauber jagen“. Wegen einer Politik der überhöhten Abschüsse im Bergwald hat er einst sein geliebtes Bergjagdrevier verlassen. Aber auch im flachen Ebersberger Forst wandte er sich gegen zu massive Drückjagden und Rekordabschüsse. Es ist richtig, sagt Esterl, die Wildbestände auf ein vernünftiges Maß zurückzuführen. Es sei jedoch falsch das Wild als Schädling zu bezeichnen.
Gelernt haben sollten die Jäger von diesem Abend, dass die Achtung vor der Kreatur auch in Zeiten mit steigenden Schwarzwildbeständen und vermeintlich zunehmender Verbissproblematik im Forst, nicht verloren gehen darf. Denn eines, so vermittelte Konrad Esterl glaubhaft, zeichnet den Jäger der sein Handwerk versteht unbedingt aus: die Waidgerechtigkeit, und die versteht Esterl nicht nur als Worthülse in der Jägersprache, sondern als Charakterzug. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Jagdhornbläsergruppe der KJV-Backnang.


Außerordentlicher Hegeringstammtisch

Am 23. April 2015 fand ein außerordentlicher Hegeringstammtisch im neuen Schiessstand der KJV in Allmersbach am Weinberg statt. Reiner Eblen stellte uns den neu erbauten Schiessstand mit den zugehörigen Aufenthalts- und Sozialräumen exklusiv vor. Auch konnte die eigene Waffe mitgebracht werden, um Kontrollschüsse abzugeben und die Anlage zu testen.

Uwe Birkendorff


Hegering-Versammlung

Am 13. März 2015 fand die Hegering-Versammlung mit einem Vortrag von Thomas Kless zum neuen Jagdgesetz und den Auswirkungen auf die Jagdpraxis im Gasthof “Zur Eisenbahn” in Sulzbach/Murr statt.


Hegeringabend Dezember 2013

Der Hegeringabend mit Partner am 5.12. im Saal vom Gasthof „Zur Eisenbahn“ hat sich mittlerweile als fester Programmpunkt im Hegeringjahr etabliert, und erfährt regen Zuspruch. Das Leitthema für diesen Abend: Wildbret als regionales Premiumprodukt bewerben.

Nach der musikalischen Eröffnung durch Jagdhornklänge und der Begrüßung der Gäste durch den Hegeringleiter war erstmals die Stärkung am kalten Buffet angesagt, ein von Petra Blind angerichteter Augen- und Gaumenschmaus.

So gestärkt ging es in die zweite Runde: Verleihung der „Urkunde Wild aus der Region“ an vier auserwählte Gastronomiebetriebe (siehe Genuss Wild).

Mit Spannung erwarteten wir im weiteren Verlauf das Impulsreferat von Heiner Sindel aus Feuchtwangen„Wildbret und Pelzwerk aus heimischer nachhaltiger Jagd -mögliche Wege der regionalen Vermarktung“. Heiner Sindel ein leidenschaftlicher Jäger und Gastwirt machte sich schon sehr früh Gedanken über Sinn und Zukunft der Jagd und betrachtete die eigene Zunft auch mitunter kritisch. Er gehörte zu den wenigen die aktiv geworden sind , in Anbetracht der Sorge um die schwindende jagdliche Ernte, sei es nun das Rebhuhn oder der Feldhase, aber es trieb Ihn auch die Sorge um, um den schleichenden Verlust der Vielfalt in unserer Landschaft. So gründete er vor 28 Jahren das Biotop-Programm „Artenreiche Flur“.
Er bemerkte im lauf der Jahre dass dies allein nicht genügt – ein Umdenken in der Landwirtschaft und beim Verbraucher muss einsetzen. Verantwortungsvolles Wirtschaften mit der Natur, faire Preise für Erzeuger, Förderung der Regionalität auch von Produkten aus dem Handwerk. Vor diesem Hintergrund gründete er vor 18 Jahren den Verein „Artenreiches Land-lebenswerte Stadt“ , daraus wurde eine bundesweite Regionalbewegung dessen Vorsitzender er bis heute ist.
Sindel wünscht sich mehr Engagement der Jäger für die Erzeugnisse ihrer eigenen Arbeit. Die Potentiale welches Wildbret als regionales Premiumprodukt bietet werden viel zu wenig genutzt. Vor allem ist es notwendig gezielt Werbung zu betreiben am besten in Bezug zu einer Region oder Landschaft (z.B.Schwäbischer Wald). Herstellen regionaler Allianzen mit Politik, Gewerbe, Landwirtschaft und Artenschutz innerhalb derer Jagd und Jäger einen festen Bestandteil einnehmen. Auch der Mut zu öffentlichkeits-wirksamen Aktionen um das Bewusstsein zu stärken für die Selbstverständlichkeit der heimischen Jagd.
Mit dem Verschwinden der Rebhühner muss man sich wohl abfinden, so Sindel. Jedoch das Artensterben in der Feldflur entspricht dem Artensterben in der ländlichen Gesellschaft. Es verschwinden die Bäcker, die noch backen und die Metzger, die noch schlachten. Es verschwinden sogar die Wirtshäuser. Gegen das Ausbluten der Dörfer, gegen die Verwandlung des Landes in bloßes gesichtsloses Umland der Ballungszentren, dagegen allerdings können wir etwas tun, durch Förderung der regionalen Produkte. Am Ende, auf verschlungenen Wegen, mag das auch den Rebhühnern zugute kommen und unserer geliebten Jagd.
Der Abend wurde von jagdlichen Klängen umrahmt und bot den Gästen ein köstliches kaltes Buffet.

Sindel

v.l.n.r.: KJM Werner Stark, Heiner Sindel, HRL Uwe Birkendorff

Text und Bild: Uwe Birkendorff