Hundeausbildung

Tätigkeitsbericht 2021

Viele Jäger sind begeistert von der Hundearbeit, aufregende Geschichten und Erlebnisse werden stundenlang erzählt und man kann dem Mensch an den Augen ablesen, welches Glück ihn ereilt.
Jedoch kommt erst die nervenaufreibende Arbeit mit dem Hund …
Im Jahr 2019 wurden im Bereich Sulzbach/Murr 24 Gespanne geprüft.
Die Organisation des Programms am Prüfungstag war sehr aufwendig und konnte mit Hilfe der angrenzenden Revierinhaber super gelöst werden.
Dafür herzlichen Waidmannsdank.
Auf staatlichen Flächen im Bereich Wüstenrot unter der Leitung von Götz Pytel, in der Gemeinde Sulzbach bei Axel Kalmbach, sowie im Bereich Eschenstrut bei Holger und Frank Staida und im Bereich Berwinkel bei Markus Laiblin konnten Prüfungen durchgeführt werden.
Wie wir alle wissen hat 2020 alles auf den Kopf gestellt: Man konnte nicht voraussagen, ob überhaupt ein Vorbereitungskurs stattfinden wird.
Ende April gab es dann grünes Licht und so konnte mit den Vorbereitungen zur Brauchbarkeitsprüfung begonnen werden.
Besonderen Dank für die tatkräftige Unterstützung gilt JGHV-Richter Tobias Obermüller und JGHV-Richter Rainer Ilg.
Zum Gesamtpaket wurde noch ein Welpenkurs unter der Leitung von Tobias Obermüller und Rainer Ilg abgehalten.
Und selbst die Königsklasse Vorbereitung auf die Verbandsschweissprüfung wurde noch gemeistert.
Das war Spitze.
Im Juli wurde die Brauchbarkeitsprüfung mit 12 Teilnehmern abgehalten und im August die Verbandsschweissprüfung mit 6 Teilnehmern.
Im Jahr 2021 waren zur Brauchbarkeitsprüfung 14 Teilnehmer, zur Verbandsschweissprüfung 8 Teilnehmer und zur Brauchbarkeitsprüfung 6 Teilnehmer gemeldet.
So, das ist ein kurzer Blick zurück auf die Tätigkeit der Hundegruppe mit ihren Teilnehmern von 2019 bis 2021.
Nicht zu vergessen die Unterstützung von den Richtern, die immer für die Hundearbeit sind und wenn’s mal nicht gereicht hat, das nächste Mal.
Zum Ende möchte ich mich für die super Unterstützung der Hundearbeit bei unserem Kreisjägermeister Werner Stark bedanken.
Die Herbst- / Winterjagd kann kommen,
allen Waidmannsheil
Hundeobmann
Lothar Glass


Merkblatt zur Frage der Hundesteuer-Befreiung für brauchbare Jagdhunde

Erstellt durch Hundeobmann Lothar Glass, Stand: 20.06.2021

Brauchbare Jagdhunde können durch Orts-Satzung von der Hundesteuer befreit werden.
Dies liegt im Ermessen der einzelnen Gemeinde.

Was ist ein brauchbarer Jagdhund?
Dies ist in der Brauchbarkeits-Prüfungsordnung (BrbPO) des Landesjagdverbandes BW geregelt.
PDF-Download: https://www.landesjagdverband.de/fileadmin/Medien/LJV/Dokumente/2__Unser_Verband/Fachbereiche/Hundewesen/BrPO_2017.pdf

Auf der S. 1 + 2 sind die 6 Möglichkeiten, die jagdliche Brauchbarkeit über eine Brauchbarkeitsprüfung zu erlangen, dargestellt.

Für den Zweck der Steuerbefreiung mit der Argumentation Wildunfall / Tierschutz / Nachsuche sind mindestens
die Kategorie I: Brauchbarkeit ausschließlich für Nachsuchen im Schalenwildrevier oder
die Kategorie II: Allgemeine Brauchbarkeit erforderlich.

Auf der S. 34 ist die Sonstige Anerkennung der jagdlichen Brauchbarkeit geregelt.
Dort wird beschrieben, welche Prüfungen der Zucht- und Prüfungsvereine als gleichwertig anerkannt werden.
Im Wesentlichen sind das
• bei den Vorstehhunden die HZP + Zusatzfächer 1.1, 1.4 od. bestandene VGP
• bei den Stöberhunden die EP/EPB + Zusatzfächer 1.1, 1.4 oder GP
• bei Schweißhunden die VP, HP oder VSwP.

Die KJV Backnang bietet jährlich einen Brauchbarkeitskurs an mit abschließender Prüfung.
Welpenkurse werden 2 x im Jahr angeboten.

Zusammenfassung:

Die jagdliche Brauchbarkeit kann

• entweder durch Teilnahme an einer Brauchbarkeitsprüfung der KJV Backnang oder bei einer anderen KJV
• oder durch Teilnahme an einer Prüfung der Zucht- und Prüfungsvereine erworben werden, mit den oben erwähnten Zusatzfächern.

Die Kreisjägervereinigung Backnang stellt Bescheinigungen über die jagdliche Brauchbarkeit aus.

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich an
Hundeobmann Lothar Glass
Tel. 0172-2716817
E-Mail: lothar.glass(at)web.de


Corona-Regelungen zur Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden gültig ab 21.04.2021

Erläuterungen zu „Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden im Rahmen der Corona-Verordnung“ des Ministeriums für ländlicher Raum (MLR) können hier durch Anklicken aufgerufen werden.


Jäger verliert Jagdschein wegen
Nachsuche ohne brauchbaren Jagdhund

Einem Jäger wurde vom Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein am 22. Dezember 2020 der Jagdschein entzogen. Er setzte als Jagdleiter nach einer Drückjagd für anfallende Nachsuchen kein geprüftes Gespann vor Ort ein, sondern seine eigene KLM-Hündin, die allerdings nur eine Jugendprüfung nachzuweisen hatte.

Eine fachgerechte Nachsuche kann nach den Ausführungen des Gerichts nur mit Hunden erfolgen, die für den jeweiligen Zweck brauchbar sind. Dies sind nur Jagdhunde, die eine entsprechende Brauchbarkeitsprüfung oder eine gleichgestellte Prüfung bestanden haben. Ein Jäger, der in dieser Weise den Geboten des Tierschutzes und der Hege zuwider handelt, ist nach Ansicht des Gerichts unzuverlässig im jagd- und waffenrechtlichen Sinn.

Bittere Pille !

Überträgt man die Aussage des Gerichts auch auf andere Einsätze von Jagdhunden, kann als Fazit festgestellt werden: Wer Hunde ohne entsprechende Prüfungen zur Jagd einsetzt, riskiert seine jagd-und waffenrechtliche Zuverlässigkeit.
Geprüfte Hunde sind dem Jäger eine Selbstverständlichkeit, dort wo aber Anstand und Respekt fehlen, muss Justitia „nachbessern“.

Lothar Glass
Hundeobmann KJV Backnang
13. April 2021


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