Hundeausbildung


Berichte


Brauchbarkeitsprüfung am 13.07.2019 im Rems-Murr-Kreis

Zur Vorbereitung auf die gut besuchte Prüfung wurden im Rems-Murr-Kreis 2 Hundekurse in der Zeit von Anfang April bis Anfang Juli 2019 an zwei unterschiedlichen Standorten einmal pro Woche angeboten und durchgeführt. Erfreulicherweise scheint das Messen der Hundeleistungen innerhalb der Jägerschaft zunehmend an Beliebtheit zu gewinnen, da ein erneutes Anheben der Teilnehmerzahlen zum Vorjahr von 18 auf 24 Prüfungsanmeldungen zu verzeichnen war.

Am Prüfungstag des 13. Juli 2019 traten bei anfänglichem Sprühregen mit Nebelschwaden 24 Mensch-Hunde-Gespanne zur Brauchbarkeitsprüfung an. Zur Vorbesprechung und Treffpunkt war die Gaststätte „Silberstollen“ in Großerlach auserkoren. Das Wetter besserte sich zum Mittag hin, der Niederschlag ließ nach. Die Witterung wurde trockener und die Sonne zeigte sich ab und an. Die Teilnehmer kamen aus dem Rems-Murr-Kreis, den angrenzenden Kreisen Baden-Württembergs als auch aus Bayern. Die weiteste Anreise hatte ein Hundeführer aus Augsburg mit seiner Cocker-Spaniel-Hündin. Die Prüflinge wurden in 4 Gruppen aufgeteilt. Eine weite Palette an Hunderassen war vertreten. Diese reichte in der Gruppe 3 vom Jagdteckel, dem deutschen Jagdterrier, der Schwarzwälder Bracke (bekannter unter der Bezeichnung „Wälderdackel“), dem Cocker-Spaniel, dem kleinen Münsterländer bis zur westsibirischen Laika, welche in ihrem Phänotyp rassetypisch eine große Ähnlichkeit mit dem europäischen Wolf aufweist. Fertig durchgeprüft waren die 4 Gruppen gegen 13:50 Uhr.

Kreisjägermeister Werner Stark begrüßte die 24 Prüfungsteilnehmer sowie die 12 Richter und die Revierführer, ebenso alle anwesenden Personen.

Geprüft wurden die Module 1.1 und 1.2 sowie 1.4. Bei 1.4 über 1000 m über Nacht konnte Franz von den drei Eichen unter dem Führer Peter Schiele den Wanderpokal der KJV BK mit nach Hause nehmen.
Leider konnten die beiden weiteren Teilnehmer in dieser Klasse das Ziel nicht erreichen.

Am Ende des Tages konnte an 17 sichtlich glückliche und entspannte Hundeführer und Hundeführerinnen die Urkunde über eine erfolgreich abgelegte Prüfung überreicht werden. Knackpunkt und Stolperstein waren bei den Nicht-Bestehern in erster Linie die Standruhe und Schußfestigkeit, als auch die Schweißarbeit.

Exemplarisch, dennoch ein besonderer Hingucker, war der deutsche Jagdteckel-Rüde „Caesar vom Laabertal“ mit Hundeführer Thomas Noack in Gruppe 3, der sich mit einem Alter von 16 Monaten als einziger und rassetypisch kleinster Teilnehmer dieser Gruppe der Prüfung der erweiterten Prüfungsfächer, wie „Haarwildschleppe über 300 m (400 Schritt) mit Kanin“ als auch der „Frei-Verloren-Suche“ von Federwild stellte, und mit Bravour und sichtlicher Begeisterung bestand. Der Hund musste beim Apportieren allzeit mit maximal erhobenen Haupt sich bewegen, damit er nicht auf seine „Beute“ im Fang trat. Chapeau!

Wir bedanken uns herzlich bei den Revierinhabern und beim Forst BW für die Bereitstellung von geeigneten Revieren als auch bei allen anderen Unterstützern hinter den Kulissen für die Mitarbeit beim Zustandekommen der Prüfung.


Hundekurs/Brauchbarkeitsprüfung 2018 der KJV Backnang

Im Vorfeld der Brauchbarkeitsprüfung fanden bei der KJV Backnang zwei Vorbereitungslehrgänge unter der Leitung von Lothar Glass und Götz Pyttel statt. Die Teilnehmergruppen waren bunt gemischt. Vom Teckel bis zum Weimaraner war alles dabei. Auch eine nicht alltägliche Mischung aus Labrador und Steirischer Rauhhaarbracke war vertreten, wobei beide Elterntiere jagdliche Wurzeln haben.

An mehr als 20 Übungstagen wurden die Hunde bei Wind und Wetter fundiert auf die Erfordernisse der Prüfung vorbereitet. Wie immer war es zu Beginn bis zur Prüfung noch lange hin und entsprechend entspannt war die Atmosphäre. Als die Zielgerade zur Prüfung eingeläutet war, zog die Motivation nochmals merkbar an und je nach Leistungsstand wurden nochmals Sonderschichten eingelegt, wenn es noch Leistungsdefizite gab. Letztendlich schienen alle Hunde gut vorbereitet, sodass die Hundeführer mit einer gewissen Sicherheit für den Prüfungstag gewappnet waren. Ganz wichtig waren den Hundefreunden auch die abendlichen Vesperrunden im Anschluss an die Übungstage, bei denen das Gelernte nochmals mit akademischer Beflissenheit nachbereitet wurde.

Leider hatte der Landesjagdverband im Vorfeld der Prüfung für Irritationen gesorgt. So wurde per neuer Definition die Zielgruppe der Hunde für die Brauchbarkeitsprüfung überraschend eingeschränkt.

Am 11. August 2018 galt es dann das Gelernte in den Revieren rund um Sulzbach in die Tat umzusetzen und unter Prüfungsbedingungen unter Beweis zu stellen.

18 Hundegespanne hatten sich zur Prüfung angemeldet. Für Hundeobmann und Prüfungsleiter Lothar Glass ein nicht unerheblicher Aufwand. Galt es doch drei Prüfergruppen in verschiedenen Revieren zu koordinieren. Es waren nicht nur Hundegespanne aus den Vorbereitungslehrgängen der KJV Backnang, auch weitere Hundeführer hatten sich zur Prüfung angemeldet. Die Mehrheit wollte die allgemeine Brauchbarkeit für Nachsuchen im Schalenwildrevier ablegen. Dazu gilt es eine Übernachtfährte von 400m Länge zu meistern, die mit Rehwildschweiß getupft ist. Daneben wird noch die Schussfestigkeit, Leinenführigkeit und der Gehorsam anlässlich eines simulierten Treibens geprüft. Über dieses Prüfungsprogramm hinaus, waren wenige Hunde für die erweiterte Brauchbarkeit Feld und Wald gemeldet. Dabei gilt es für den Hund ein Stück Federwild nach einer Freiverlorensuche zu apportieren. Weiter muss der Hund eine 300m lange Karnickelschleppe arbeiten und das Stück wiederum apportieren.

Nach der anhaltenden Hitze der vergangenen Wochen hatte es glücklicherweise zwei Tage vor der Prüfung geregnet, somit war die vielbeschworene Bodenfeuchtigkeit für die Schweißarbeit vorhanden. Am Prüfungstag herrschte bestes Sommerwetter mit erträglichen Temperaturen. Nachdem sich die Prüfungsteilnehmer am Morgen getroffen hatten, ging es in die verschiedenen Reviere. Herzlichen Dank an Holger Staita, Forstrevierleiter Stefan Grätsch und Gerhard Horn, die ihre Reviere für die Prüfung zur Verfügung gestellt hatten.

Bis zum frühen Nachmittag dauerte es, bis die letzten Hunde geprüft waren. Leider konnten nicht alle Hunde an diesem Tag ihre volle Leistung abrufen. Hundeobmann Lothar betonte bei seiner Ansprache nochmals die Bedeutung von guten Hunden auf der Jagd. „Ohne geht halt nix“. Es wurde kein Prüfungssieger gekürt. Neben vielen anderen guten Leistungen soll aber exemplarisch die Leistung von Werner Brosi mit Deutschem Jagdterrier „Hirschfängers Jule“ beschrieben werden. Jule arbeitete sehr konzentriert auf der Schweißfährte und kam sicher zum Stück. Auch die Gehorsamsfächer spulte sie souverän ab. Zu guter Letzt bestand sie auch die Brauchbarkeit Feld und Wald und als die eher zierliche Jagdterrierhündin hierbei ein stattliches Kaninchen über 300m in ansteigendem Gelände apportierte, waren die Anwesenden begeistert.

Nachdem die Prüfungsergebnisse überreicht waren, ging es bei tollem Sommerwetter zum gemütlichen Teil über. Bei Gegrilltem und Getränken ließ man den anstrengenden Tag bei guter Laune ausklingen.

Last but not least noch ein Dank an die vielen Helfer im Hintergrund, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Galt es doch Fährten zu legen, die Reviere vorzubereiten, bei heißen Temperaturen am Grill zu stehen, Getränke zu besorgen, den Auf- und Abbau durchzuführen, usw. Zudem war die Durchführung der Brauchbarkeitskurse nur möglich, da die hierfür notwendigen Flächen teilweise durch das Forstamt Backnang und das Kommunale Forstrevier Sulzbach dankenswerter Weise unbürokratisch zur Verfügung gestellt wurden.

Tobias Obermüller