Corona-VO

Die aktuellsten Regelungen der
Landesregierung sind hier durch Anklicken
direkt aufrufbar.


Aktuelle Corona-Regelungen und
jagdliche Belange

(Stand 27.12.2021)
In Baden-Württemberg trat am 27. Dezember 2021 eine neue Corona-Verordnung in Kraft.
Sie gilt bis zum 24. Januar 2022. Sie umfasst v.a. weitere Kontaktbeschränkungen.

Mit Wirkung zum 27.12.2021 gibt es weitere Einschränkungen auch für Genesene und Geimpfte. Sie betreffen private Zusammenkünfte.
Drück- und Treibjagden sind keine privaten Zusammenkünfte. Wie das MLR am 23.12.2021 mitteilte, gelten die Regelungen in der Mitteilung des MLR vom 26.11.2021 weiterin. D.h. Drück-und Treibjagden können nach Weihnachten wie geplant stattfinden.

Seit dem 24.11.2021 gilt die Alarmstufe II. Diese ist mit weitgehenden Einschränkungen für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene verbunden. In Landkreisen mit einer Inzidenz > 500 gibt es Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Immunisierte von 21 bis 5 Uhr.

Die folgenden Vorschriften sind in der Alarmstufe II zu beachten:

Private Zusammenkünfte sind möglich
für Geimpfte und Genesene ohne Beschränkungen, bei Treffen, bei denen mindestens eine ungeimpfte Person teilnimmt, darf nur ein Haushalt mit zwei weiteren Personen zusammenkommen.
Die Personenzahl bei geimpften und genesenen Personen wird auf 10 im Innenbereich und 50 im Außenbereich begrenzt.
Kinder bis 13 Jahre, sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt.

Jagdausübung Einzeljagd
Keine Einschränkungen bei der Einzeljagd. Wenn im Freien der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann (z.B. bei Nachsuchen oder Bergen von Wild), besteht Maskenpflicht.
In der Alarmstufe II gilt für Nicht-Immunisierte die Regelung nur Angehörige eines Haushalts und eine weitere Person.

Ausgangssperren und Jagdausübung
Stellt das zuständige Gesundheitsamt in einem Stadt- oder Landkreis im Rahmen einer regelmäßig durchzuführenden Prüfung während der Geltung der Maßnahmen der Alarmstufe II eine seit zwei aufeinanderfolgenden Tagen bestehende Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) von mindestens 500 fest, so wird dies ortsüblich bekannt gemacht (§ 17a CoronaVO).

Gemäß § 17a Absatz 3 CoronaVO ist im Falle von Ausgangssperren nicht-immunisierten Personen (also nicht geimpften oder nicht genesenen Personen) der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Eventuelle örtliche Regelungen sind zu beachten.

Bei der Jagdausübung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr handelt es sich um einen triftigen Grund im Sinne dieser Vorschrift, wenn die Jagd der Tierseuchenprävention dient. Ein triftiger Grund liegt auch vor, wenn das Verlassen der Wohnung aus Tierschutzgründen geboten ist. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die nicht-immunisierte Person an einer Nachsuche zwischen 21 Uhr und 5 Uhr teilnehmen muss.
Ein ebenfalls triftiger Grund liegt bei der Ausübung beruflicher und dienstlicher Tätigkeiten vor.

Das MLR hat am 26.11.2021 neue Empfehlungen zur Durchführung von Bewegungsjagden und Treibjagden herausgegeben.
Zur ASP-Prävention, Tierseuchenbekämpfung und Regulierung der Schalenwildbestände ist eine effektive Bejagung notwendig. Diese Jagden, einschließlich der revierübergreifenden Bewegungsjagden, können und sollen trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden. Jedoch sind für die Durchführung und Organisation dieser Jagden die Vorschriften der CoronaVO zu beachten.
Treibjagden (§ 8 Absatz 3 JWMG: Jagden mit mehr als 15 Personen), Gesellschaftsjagden (§ 8 Absatz 4 JWMG: Jagden mit mehr als 8 Personen) einschließlich Bewegungsjagden (§ 8 Absatz 5 JWMG, hierunter fallen die Drückjagden) sind Veranstaltungen nach § 10 Absatz 1 CoronaVO.

Dient die Veranstaltung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, ist sie gem. § 10 Absatz 4 Nr. 2 CoronaVO zulässig. Darunter fallen Jagden, die der Tierseuchenprävention (beispielsweise der Afrikanischen Schweinepest, Maul-und-Klauen-Seuche, Geflügelpest) dienen, z.B. Drückjagden auf Schwarzwild.

Zum Schutz gegen die Ausbreitung der Corona-Infektionen ist es dringend geboten, bei der Durchführung von Treib- und Drückjagden in der Warnstufe die „3G-Regelung“ und in Alarmstufe I und Alarmstufe II die „2G-Regelung“ einzuhalten (keine Teilnahme von nicht Geimpften und nicht Genesenen).

Stand 27.12.2021 gibt es keine Änderung dieser Regelungen.

Es sind außerdem folgende Hinweise zu beachten:

Der Veranstalter der Jagd hat ein Hygienekonzept zu erstellen und eine Datenverarbeitung durchzuführen (siehe § 10 Abs. 5, §§ 7 und 8 CoronaVO).
Neben den bekannten organisatorischen Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen ist für einen ordnungsgemäßen Jagdablauf auch die Reduzierung von Kontakten der Jagdbeteiligten und der Nachverfolgbarkeit der Kontakte zu gewährleisten.
Die vorgeschriebenen oder empfohlenen Hygienemaßnahmen haben Vorrang vor Jagdtraditionen.
Es wird empfohlen, zu anderen Personen einen Abstand von mind. 1,5 Meter einzuhalten (§ 2 CoronaVO). Nach § 3 CoronaVO gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Die Maskenpflicht gilt nicht im Freien, es sei denn, es ist davon auszugehen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht zuverlässig eingehalten werden kann (§ 3 Abs. 2 Nr. 2 CoronaVO), also z.B. bei Bergen von schwerem Wild, Nachsuchen oder zentralem Aufbrechen.
Die Jagdleitung ist für die Einhaltung der Vorgaben der Hygienevorgaben verantwortlich und hat die Maßnahmen an die aktuellen Entwicklungen und Regelungen anzupassen.
Bei Treffen vor und nach der Jagd soll die Örtlichkeit unter Berücksichtigung des einzuhaltenden Mindestabstandes von 1,5 Meter in jede Richtung (außer bei Personen aus dem gleichen Hausstand) ausgewählt werden.
In der Basis- und Warnstufe wird für den Auftritt von Jagdhornbläsern empfohlen, dass der Abstand der Bläser untereinander mindestens 2 Meter in jede Richtung und mindestens 10 Meter zu anderen Personen beträgt und nur im Freien geblasen wird. In den Alarmstufen wird empfohlen, auf den Auftritt von Bläsern gänzlich zu verzichten.
Den Jagdgästen sollten die Hygienevorschriften und Hinweise bereits im Vorfeld zur Jagd ggf. zusammen mit den Jagdeinladungen zugeschickt werden.
Bei der allgemeinen Sicherheitsbelehrung vor Jagdbeginn sollte auch auf die Hygienevorschriften hingewiesen werden.
Die Kontrolle von Jagdscheinen und Schießübungsnachweisen sowie den Nachweisen nach der CoronaVO sollte möglichst im Freien durchgeführt werden; bei Kontrolle im geschlossenen Raum soll auf die üblichen Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden. In den Örtlichkeiten für die Registrierung sollten Desinfektionsmöglichkeiten vorhanden sein.
Insbesondere auch beim Streckelegen und Schüsseltreiben sollte auf das Einhalten der vorgeschriebenen oder empfohlenen Anforderungen und Maßnahmen geachtet werden. Die Vorgaben der CoronaVO zur Gastronomie (siehe § 16 Absatz 1 CoronaVO) sind einzuhalten, wenn das Schüsseltreiben in einer Gaststätte stattfindet.

Veranstaltungen der Jägervereinigungen und Hegeringe (z.B. Info-Veranstaltungen, Schulungen, etc. sind möglich.
Sofern die Veranstaltung in geschlossenen Räumen stattfinden, ist nicht immunisierten Personen der Zutritt
in den Alarmstufen nicht gestattet, auch nicht mit einem PCR-Test.

Für immunisierte Personen gilt: Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 6 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit.

Bei Gremiensitzungen von juristischen Personen, Gesellschaften und vergleichbaren Vereinigungen, also z.B. Mitgliederversammlungen von KJVen und Hegeringversammlungen gibt es für Teilnehmende in den Alarmstufe kein Zutrittsverbot für Nicht-Immunisierte, diese müssen aber einen gültigen negativen Antigen- oder PCR-Test vorlegen. Generelle Maskenpflicht in Innenräumen mit einer FFP2-Maske! Hygienekonzept und Registrierungspflicht!
Wir empfehlen, derzeit auf nicht zwingend notwendige Gremiensitzungen zu verzichten.

Schießstätten, jagdliches Schießen
Der Betrieb von Schießstätten ist für den Publikumsverkehr zulässig. Für nicht immunisierte Personen ist der Zugang in der Alarmstufe II nicht gestattet.

Achtung: Sonderregelung für die jagdliche Schießausbildung! Für Schüler: 2 G, für Ausbilder: 3 G

Jagdhornblasen
Das Jagdhornblasen ist in den Corona-Verordnungen nicht direkt geregelt. Die Regelungen für Blasmusik in den Alarmstufen gelten sinngemäß:

Zutritt zur Probe nur für immunisierte Personen. 2 G- Regelung gilt auch im Freien.

Proben und Auftritte im Freien oder nur in sehr großen Räumen (Aula, Turnhalle…) zulässig.

Abstandsregelungen bei Proben und Auftritten: ausreichend großen Raum für Proben wählen, regelmäßiges Lüften, Mindestabstand 2 m in jeder Richtung von Bläsern.

Jagdgebrauchshundewesen
Regelung wie Veranstaltungen im Freien, in der Alarmstufe II Teilnahme nur für Genesene und Geimpfte mit Anitgen-oder PCR-Test.

Jagdliche Ausbildung
Bei der jagdlichen Ausbildung handelt es sich um Angebote nach § 15 Absatz 1 CoronaVO. Daher gilt:
in den Alarmstufen zulässig, wobei nicht-immunisierten Personen der Zutritt nicht gestattet ist. Immunisierte Personen müssen einen negativen Antigen-oder PCR-Test vorlegen. Dies gilt nicht für Personen, die eine dritte Impfung erhalten haben (Booster).
Die Maßgaben gelten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausbildung, einschließlich der ehrenamtlich Lehrenden.
Beschäftigte dürfen nur teilnehmen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind (3 G) und den entsprechenden Nachweis (Testnachweis nicht älter als 24 Stunden) mit sich führen. Etwaige weitergehende Vorschriften für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Selbständige bleiben unberührt.

Es gilt die allgemeine Maskenpflicht (§ 3 CoronaVO). Danach ist in Innenräumen eine FFP2-Maske zu tragen. Im Freien kann auf das Tragen der Maske verzichtet werden, es sei denn, es ist davon auszugehen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Jägerprüfung
Für die Jägerprüfung gilt § 15 Absatz 2 CoronaVO. Die Durchführung der Jägerprüfung ist daher in der Basisstufe ohne Beschränkungen zulässig. In der Warnstufe und den Alarmstufen ist nicht-immunisierten Personen der Zutritt nur nach Vorlage eines negativen Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet. Dies gilt für die zu Prüfenden und die Prüferinnen und Prüfer sowie sonstige Teilnehmende gleichermaßen. Gilt nicht für Personen mit dritter Impfung (Booster).


Corona-Regelungen zur Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden gültig ab 21.04.2021

Erläuterungen zu „Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden im Rahmen der Corona-Verordnung“ des Ministeriums für ländlicher Raum (MLR) können hier durch Anklicken aufgerufen werden.


Hinweise zur Durchführung von Drückjagden

pdficon_large   MLR – Hinweise Drückjagden nach Corona-VO
Stand: 16.12.2020

pdficon_large Muster Hygienekonzept für Drückjagden als Word-Dokument zum Ausfüllen am PC
Stand: 1.11.2020

pdficon_large   LJV BW – Empfehlungen Hygienekonzept Gesellschaftsjagden
Stand: 6.8.2020